Februar 2019

Demokratie stärken – Pilotprojekte zur politischen Erwachsenenbildung starten in der Ukraine und Belarus

Vertreterinnen und Vertreter der an dem Projekt beteiligten zivilgesellschaftlichen Organisationen während eines Planungstreffens in Kiev, Dezember 2018

Seit Mai 2018 entwickelt DVV International mit seinen Partnern Programme der politischen Erwachsenenbildung in der Ukraine und Belarus. Diese sollen benachteiligte Bevölkerungsgruppen insbesondere in ländlichen Regionen darin stärken, ihre Interessen zu vertreten und an politischen Prozessen aktiv teilzuhaben. Im Februar 2019 starten insgesamt neun Pilotprojekte in beiden Ländern.

Seit Mai 2018 entwickelt DVV International mit seinen Partnern Programme der politischen Erwachsenenbildung in der Ukraine und Belarus. Diese sollen benachteiligte Bevölkerungsgruppen insbesondere in ländlichen Regionen darin stärken, ihre Interessen zu vertreten und an politischen Prozessen aktiv teilzuhaben. Im Februar 2019 starten insgesamt neun Pilotprojekte in beiden Ländern.

Das zweijährigen Projekt „Regional Voices - Civic Adult Education for Community Empowerment in Ukraine and Belarus“ (Regionale Stimmen – Politische Erwachsenenbildung für die Stärkung der Gemeinden in der Ukraine und Belarus) wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Partner im Projekt sind neben DVV International die Dachverbände der Erwachsenenbildung in Deutschland (Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. – DVV), der Ukraine („Ukrainian Adult Education Association" UAEA) und Belarus („Association for Lifelong Learning and Enlightenment" - ALLLE).

In der ersten Projektphase wurden 2018 zunächst neun zivilgesellschaftliche Organisationen aus der Ukraine und Belarus darin unterstützt, in umfassenden Analysen mit Hilfe von  Umfragen, Einzelinterviews und moderierten Gruppendiskussionen die Bildungs-Bedarfe ihrer jeweiligen Zielgruppen zu ermitteln.

Auf Grundlage der Ergebnisse wurden anschließend elf Programme der politischen Erwachsenenbildung für verschiedene Zielgruppen entwickelt: für Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren, Menschen aus ländlichen Regionen, Frauen aus verschiedenen ethnischen Gruppen sowie Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Behörden und Selbstverwaltungen.

Im Rahmen von sechsmonatigen Mikroprojekten werden ab Februar 2019 die entwickelten Bildungsprogramme pilotiert. Gleichzeitig findet ein interregionaler und länderübergreifender Austausch zu einzelnen Modulen der Programme statt. Die Teilnehmenden der Bildungsprogramme werden zivilgesellschaftliche Initiativen entwickeln, um zur Lösung aktueller Probleme ihrer Gemeinden wie Umweltverschmutzung, mangelnde Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen und fehlende Teilhabe von Seniorinnen und Senioren beizutragen. So wollen sich beispielsweise die Bewohnerinnen und Bewohner der belarrusischen Gemeinde Schutschino gegen die Verschmutzung ihres Sees durch landwirtschaftliche Unternehmen wehren. Dazu werden sie unter anderem in Umweltrecht geschult und entwickeln gemeinsam ein Konzept, wie der See in ein Naherholungsgebiet verwandelt werden kann.

Nach Abschluss der Mikroprojekte sollen Ende 2019 die Ergebnisse ausgewertet und in Nationalen Runden Tischen in der Ukraine und Belarus präsentiert und diskutiert werden. Dadurch werden die politischen Entscheidungsträger für die Belange benachteiligter Bevölkerungsgruppen sowie die Bedeutung der Erwachsenenbildung für die sozioökonomische Entwicklung der Regionen und des jeweiligen Landes sensibilisiert.

DVV International

Weltweit

DVV International arbeitet mit mehr als 200 Partnern in über 30 Ländern.

Zur interaktiven Weltkarte